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Ich schreibe sehr gerne Kurzgeschichten...sie drücken oftmals vieles aus, was ich selber nicht sage, vieles aber auch wie ich mir eine mögliche Lösung vorstellen kann....sie sind einfach Gedanken, denen ich nachgehe.....



Wie aus einer Palme ein Weihnachtsbaum wurde

Es war einmal, vor sehr sehr langer Zeit eine Palme, die sich in dem sanften, warmen Wind am Rande des Meeres gemütlich rekelte. Ihr gefiel ihr Standort sehr, so konnte sie über das lange, weite Meer blicken, die vorbeiziehenden Delphinen beobachten, sich über die Wale amüsieren und manchmal erblickte sie sogar ein riesengrosses  Schiff, das über die Wellen wackelte. So stand sie tagein tagaus an ihrem Standort und genoss die Ruhe der Natur.
Doch eines Tages sollte sich dies ändern.... Ein grosses Schiff strandete an der Insel. Noch nie hatte die Palme ein so grosses Schiff von so nahe zu sehen bekommen. Mit Hilfe des Windes beugte sie sich hinunter, so dass sie das Gefährt besser begutachten konnte. Die Menschen kletterten wie Ameisen an Land, lachten und lärmten und nahmen sofort viel Platz ein.
Anfangs schätzte die Palme diese Abwechslung noch, doch mit der Zeit wurde ihr dieser Spass doch etwas zu bunt. Sie ärgerte sich, dass diese Menschen so wenig Respekt von der Natur hatten, ja, man konnte sogar meinen, dass sie sich über diese Pracht der Natur, die sich den menschlichen Kreaturen bot, gar nicht schätzten, sich nicht darüber erfreuen konnten.
Dies stimmte die Palme sehr traurig. Sie wollte den Menschen helfen. So bog sie sich eines Abends mit ihrer Krone tief hinab zu den Lebenden, die um ein von ihnen entfachtes Feuer sassen.  Doch da die Palme noch nie ein Feuer in ihrem Leben gesehen hatte, und sie war doch nicht mehr die jüngste, konnte sie nicht wissen, was ihr ein Feuer antun konnte. Plötzlich loderte ihre Krone lichterloh.
Die Menschen fingen zu schreien an, stoben auseinander und bildeten rasch eine Wasserkette um der armen Palme zur Hilfe zu kommen. Diese litt Höllenqualen. Sie verspürte solche Schmerzen, dass sie glaubte sterben zu müssen, dann wurde es schwarze Nacht um sie. Als sie wieder erwachte fror sie bitterlich, sie fühlte sich ganz benommen und alles tat ihr so schrecklich weh. Da erinnerte sie sich an das rot-gelb-orange etwas, dass auf ihrem Kopf so gelodert hatte, welches so fürchterlich gewesen war. Die Menschen hatten ihr das Leben gerettet. Doch weit und breit war niemand mehr zu sehen.
Da sie sehen wollte was das Feuer angerichtet hatte beugte sie sich über das Wasser, in dem ihr Spiegelbild zu sehen war und da... Sie erschrak fürchterlich, wo einst ihre schöne Haarpracht gewesen war, die vielen grünen, langen, schattenspendenden Blätter war nun nichts mehr zu sehen. Bittere Tränen vielen zu Boden. „Warum nur ich?“, fragte sich die Palme. „Jetzt bin ich überhaupt nichts mehr wert, ich tauge so zu nichts, ich bin zerstört worden durch des Menschens Feuer. Ich will so nicht mehr leben!“
Die Palme versuchte tagelang zu sterben, indem sie sich von der Sonne rösten liess. Die Wasserreserven gingen ihr, wie ihr Lebenswille, langsam aus. Sie verlor den Blick für das Schöne, die Freude, die Hoffnung und vegetierte nur noch so vor sich her. Als sie gerade dachte, dass nun ihr Ende bald da sei vernahm sie plötzlich eine Stimme. Verdutzt schaute sie sich um, doch da war niemand. Doch ganz deutlich vernahm sie die Laute. Erst da bemerkte sie, dass ihre innere Stimme zu ihr sprach. Diese sagte ihr, dass sie Leben soll, sie sei genauso wertvoll wie vor dem Unglück. Sie empfahl ihr, sie auf ihren Lebensweg zu begeben und nach ihrem Sinn des Lebens zu suchen.
Zuerst zweifelte die Palme an ihrer inneren Stimme, doch früher in ihren Jugendjahren hatte sie einmal bei einem weisen Palmenlehrer gelernt immer auf die innere Stimme zu hören und so raffte sie sich auf und machte sich auf ihre Reise. Sie kam an vielen Orten vorbei, doch niemand schien ihr sagen zu können was der Sinn in ihrem Dasein sei. Doch dann kam sie zu den Menschen... Die Natur schien ihr Kleid gewandelt zu haben, die Natur war über und über mit weissem kaltem Schnee bedeckt. Die Welt sah friedlich aus so ganz in weiss. Die Palme die sonst noch nie Schnee gesehen hatte empfand das erste Mal seit langem so etwas wie Erstaunen ab dieser Pracht. Sie schaute sich um und sah plötzlich einen kleinen Jungen auf sich zurennen. „Mami, Mami, diesen Weihnachtsbaum will ich genau haben, dieser hier, kein anderer!!“, sprach der kleine Junge zu der jungen Frau an seiner Seite. So geschah es. Die eigentliche Palme begleitete die Familie zu dessen Haus. Dort wurde sie in einen schönen, warmen und gemütlichen Raum gestellt. Die Familie holte ihren Weihnachtsschmuck und verzierte die Palme. Sie hatte zwar keine Äste mit Reisig, doch wurde sie zum schönsten Weihnachtsbaum weit und breit. Von überall kamen Menschen, die sie bewunderten. Nun wusste die Palme, dass sie ihren Lebenssinn gefunden hatte. Fortan würde sie als Weihnachtsbaum dienen. Sie merkte, dass es nicht nur einen Lebensweg gibt, sondern sich immer wieder neue Wege auftun. Sie wusste nun, dass sie genauso viel wert war wie vor ihrem Unfall. Sie konnte sich endlich wieder ab dem Leben erfreuen. Dies gab ihr noch mehr Lebenskraft und sie erstrahlte in ihrer ganzen Schönheit, so dass die Leute sie wie magnetisiert anschauten und die Palme sie sagen hörte: „So einen schönen Weihnachtsbaum habe ich meiner Lebtage noch nie gesehen.“
Und so lebte die Palme von nun an als Weihnachtsbaum und so entstand im Laufe der Zeit unsere heutigen Weihnachtsbäume an denen wir uns jedes Jahr erfreuen und wer weiss, vielleicht bemerken wir auch die Wärme die sie ausstrahlen. Das kommt daher, da noch viel Sonnenenergie in ihnen gespeichert ist, von damals, als die Palme noch auf der schönen, warmen Insel stand und sich von der Sonne bescheinen liess.                                                        
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Die Tränen und der kleine Bach  

Es war einmal ein kleiner Bach, dieser plätscherte frisch fröhlich vor sich hin. Es durchquerte Wälder und Felder, er sah Tiere, kurz gesagt, der kleine Bach war einfach glücklich und zufrieden. Eines Tages wurde dem Bach ein grosser Stein ins Wasser geworfen, doch den einen Stein, konnte er noch gut bewältigen, indem er einfach darüberhinweg floss. Doch im Laufe der Zeit, kamen immer mehr und mehr Steine dazu, der Bach hatte Schwierigkeiten noch einen Weg durch sie hindurch zu finden. Doch irgendwie fand der kleine Bach immer wieder einen Durchgang, ein Schlupfloch durch diese Hindernisse hindurch.
Der kleine Bach freute da er immer noch die Sonne sehen konnte, doch diese Steine raubten ihm Unmenge an Kraft. An einem Tag, wusste der kleine Bach weder ein noch aus, er kam durch diese Steine nicht mehr hindurch, das war der Tag, an dem der kleine Bach erstarrte.
Der kleine Bach wurde ganz traurig, zwar bemerkte er noch die Sonne, doch sie war weit weg, er konnte sich nicht mehr bewegen, nicht mehr fliessen. Sein ganzes Sein, war plötzlich nicht mehr da, alles war ihm weggenommen worden, seine Freiheit, seine Wirklichkeit. Seine Traurigkeit wurde immer grösser und grösser, viele kleine Wassertropfen sammelten sich in dem kleinenBach.
Diese kleinen und vielen Tröpfchen wollten raus, daher stieg der Wasserspiegel des kleinen Baches beträchtlich an, er wurde zum Teich, den Teiche sind stehendes Gewässer. Der ehemals kleine Bach war über diese Veränderung sehr traurig. Er hat es immer sehr genossen frei zu sein, zu fliessen, die Natur zu spüren, nun war er als Teich gefangen. Da der kleineBach /Teich diese Traurigkeit mit den vielen Tränen nicht abfliessen lassen könnte, nicht zulassen konnte drohte er zu überlaufen. Die Tränen wollten jedoch fliessen, sie wollten raus, sie wollten zugelassen werden.

Aus diesem Grund wollten die Tränen durch die Steine hindurchfliessen, sie versuchten sich einen Weg durch die Steine zu fliessen. Manchmal gelang es einer einzelnen Träne sich einen Weg frei zu schaffen, und fand einen Weg in die Freiheit. Der  Teich spürte die Erleichterung, jener einzelnen kleinen Tränen…..und doch, er blieb weiterhin erstarrt, es tat ihm weh, die Steine empfand er als so grosse Last. Dennoch die Traurigkeit kämpfte weiter, sie gab sich nicht so leicht zufrieden, nur weil der Teich erstarrt war. Sie kämpfte und war sich auch ganz sicher, dass der Teich dies spürte. Sie wollte ihm mit dieser Traurigkeit nicht weh tun, doch sie wollte als Traurigkeit zugelassen, gesehen werden. Sie war ein Teil des Teiches, sie gehörten zusammen. Doch sie spürte, dass der Teich gegen sie kämpfte durch die Erstarrung, durch die Schmerzen. Der Teich wollte ja gar nicht kämpfen, weil er ja auch spürte, dass er auch gegen sich kämpfte, doch er verspürte Angst.
Der Teich merkte langsam, dass er die Jahre ein Doppelleben geführt hatte, das was ihm als schön erschienen war, war nun plötzlich alles ganz anders. Er sah zwar nach wie vor das schön, doch da war auch eine unendliche Leere, da war soviel Traurigkeit, da war so vieles was so anders geworden war.
Doch die Traurigkeit gab nicht auf, sie stupste immer und immer wieder. Die Millionen von Tränen stiessen immer und immer wieder gegen diese Steinwand. Da sich unterdessen ganz viele Tränen angesammelt hatten, hatten sie auch ganz viel Kraft, viel Energie. Sie hatten es sich nun mal zum Ziel gesetzt diese Steine zu durchbrechen. Sie wussten, dass da der Kern der Sache lag, sie wussten, dass wen der Teich nur so wieder zum kleinen Bach werden kann, wenn er durch diese Steinmauer hindurchfliesen würde. Und dann, eines Tages hatten die Tränen ein kleines Loch in die Steinmauer vollbracht.
Nun lag es am Teich, dieses kleine Loch zu nutzen, auszubrechen aus dieser Erstarrung, die schon viel zu lange andauerte. Der Teich wollte ausbrechen, doch ihm machte diese Trauer angst. Er hatte angst, wenn er durch dieses Loch ausbrechen würde, dass er diese Traurigkeit nicht aushalten konnte, dass er stürzen, dass er diese Last der Steine nicht aushalten würde.
Er wusste aber auch, dass er nur zwei Wege hat, diesen einen durch die Angst, durch die Traurigkeit hindurch, oder in dieser Starre mit der Traurigkeit weiterzuleben. Er wollte ausbrechen, seine Freiheit wiedererlangen, die Sonne nicht nur sehen, sondern auch geniessen können. Er wusste, dass es da auch Freund gab, die er im Laufe der Zeit kennengelernt hatte. Er war nicht alleine. So entschloss sich der Teich auszubrechen, erst schüttelte er diese Erstarrung ab, er merkte wie seine Gelenke im Laufe der Jahre eingerostet waren. Durch dieses langsame Lösen der Erstarrung ergaben sich zuerst kleinere, dann immer grössere Wellen. Das Leben kehrte zum Teich zurück, und langsam kehrte der Fluss zurück, welcher sich langsam durch dieses Loch bewegte, die grosse Traurigkeit spürte, die Tränen zuliess, sie in die Freiheit entliess und er merkte, dass es weiterging, durch die Last der Steine hindurch, dahinter gab es ein Leben, sein Leben.
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Jedes Kind ist eines zuviel

Manchmal stehe ich im Nebel…
Sehe keinen Millimeter weit….bin gefangen in mir selbst
Sehe keinen Menschen, niemanden um mich herum Sehe keinen Halt, fühle mich allein… 

Manchmal bin ich einfach nur traurig, könnte weinen
Weinen vor soviel Schmerz
Weinen vor Angst Weinen wegen dem, was einst war
Weinen, weil da auch trotz allem noch Menschen sind, SIE sagten, ich wäre allein.  

NEIN, …..nein, dass dies andere Menschen erfahren müssen,
schaut hin, schaut nicht weg, sagt NEIN!!
Kindermissbrauch, jedes Kind ist eines zuviel…schaut hin, schaut nicht weg…habt Mut!!

Manchmal bin ich so gefangen,
gefangen in mir selbst.
Draussen läuft das Leben, doch da raus schaff ich nicht zu gehen,
Angst vor dunklen Gedanken in mir drin,
Angst vor Vergangenem
Angst vor Menschen
Angst  vor dem verletzt werden
Angst vor Nähe….  

NEIN, …..nein, dass dies andere Menschen erfahren müssen,
schaut hin, schaut nicht weg, sagt NEIN!!
Kindermissbrauch, jedes Kind ist eines zuviel…schaut hin, schaut nicht weg…habt Mut!! 

Manchmal bin ich einfach nur glücklich, könnte lachen
Lachen vor Glück,
Lachen weil ich trotz allem soviel Schönes sehen kann,
Lachen, weil ich so viele Menschen kennen lernen darf trotz des Schmerzes in mir
Lachen….  

NEIN, …..nein, dass dies andere Menschen erfahren müssen,
schaut hin, schaut nicht weg, sagt NEIN!!
Kindermissbrauch, jedes Kind ist eines zuviel…schaut hin, schaut nicht weg…habt Mut!!    

Ich merke, dass Lachen und Weinen so nahe beieinander liegt,
so nahe, dass es einen Regenbogen der Gefühle gibt.
Lachen und Weinen, Sonne und Regen
Lachen und Weinen zugleich, weil soviel Schönes da ist
Lachen und Weinen weil ich so vieles erleben darf, was nicht einfach so selbstverständlich ist Lachen und Weinen, einfach weil ich sein darf,
trotz allem sein wer ich bin..  

NEIN, …..nein, dass dies andere Menschen erfahren müssen,
schaut hin, schaut nicht weg, sagt NEIN!!
Kindermissbrauch, jedes Kind ist eines zuviel…schaut hin, schaut nicht weg…habt Mut!!    

Der Regenbogen erstrahlt,
der Regenbogen der Gefühle, die Verbindung in mir zu meinem ICH
Ich darf sein, sein, so wie ich bin,
Ich darf so sein, weil ich, ich bin.
Ich bin wichtig, wie ich bin….
auch wenn es versucht wurde mir zu nehmen - SIE konnten es nicht und werden es nie können!!
Ich bin genauso viel wert!!   

....ich breche das Schweigen!!

Ich sag NEIN!!
NEIN, dass Kinder dies auch erfahren müssen,
NEIN, dass sie das gleiche Chaos in sich haben wie ich es durchlebt habe….
Ich schaue hin,
schau nicht weg…
sag Stopp und NEIN,
für andere, wie auch für mich selbst!
Ich kenne die Folgen, leb trotz allem weiter, sag JA zum Leben und zu mir selbst!!

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Der kleine Stern

Es war einmal ein kleiner Stern, der am Himmel leuchtete. Er freute sich sehr, über das helle Licht, welches er auf die Erde zu den Menschen schickte. Doch eines Tages stelle er fest, dass die Menschen ihn gar nicht wahrnahmen, nie zum Himmel schauten  und die Augen nur für anderes offen haben. Dies stimmte den Stern traurig. Die Menschen, hatten die Sicht zu kleinen Dingen verloren. Das war seine Feststellung....und dennoch bemerkte er auch, dass die Menschen, die voller Eile durch die Welt stressten, eigentlich sehr einsam waren. Sie hatten auch gar keine Zeit mehr sich gegenseitig wahrzunehmen.
Der kleine Stern fragte sich, was es lebenswert macht, wenn man so durchs Leben eilt. Genau dies wollte er herausfinden und begab sich verkleidet als alten Mann auf die Erde und mischte sich unter die Menschen. Er stand frühmorgens auf der Strasse, und auch auf der Erde hatte er das Licht, das von ihm ausging nicht verloren. Doch die Menschen stiessen ihn zur Seite, nahmen ihn nicht wahr und hatten keine Zeit.
Er versuchte es auf alle erdenkliche Varianten, sprach die Menschen an, bat sie um Hilfe, um Auskunft, um die Uhrzeit, versuchte ihnen ein Lächeln zu schenken, doch nichts kam an. Der kleine Stern wurde immer trauriger. Es ging ihm im Grunde nicht darum, wahrgenommen zu werden, er wollte einfach gern den Menschen wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, die Augen öffnen für wesentliche Dinge im Leben, für so ganz kleine Sachen, die unendlich viel Kraft geben konnten. Er wusste, damit würde der ganze Stress des Alltags viel leichter werden, weil da noch eine Quelle der Kraft war. Er wollte gern für diese Kraft stehen, sein Licht sollte den Menschen einen Lichtpunkt im Leben werden.
Doch das war ein arg hohes Ziel, welches sich der kleine Stern gestellt hatte, doch er wünschte sich dies so sehr....doch anstelle dessen, wurde er immer trauriger. Da kam ein kleines Kind an ihm vorbei, schaute ihn an und strahlte übers Gesicht. "Mama", sagte das kleine Kind zur Mutter, "schau dir nur diesen Stern an, der ist schön und so hell". Die Mutter wollte die Kleine einfach weiterziehen, doch diese war so fasziniert von dem Stern, dass die Mutter auch hinschauen musste. "Das ist doch nur ein alter hässlicher Mann", meinte sie zu dem Kind. "Nein", widersprach das Kind, "es ist so was schönes".

Der kleine Stern, der als alter Mann unterwegs war, merkte, dass Kinder eine Gabe besassen, die die Menschen im Alter leider verloren haben.....das Hinsehen, das wirkliche Hinsehen. Kinder können die Kraft, das Licht erkennen, was erwachsene nicht mehr können. Dies wollte der Stern gern ändern, doch er wusste nicht wie.
Da kam eine alte Frau, die so traurig aussah, auf ihn zu. Der kleine Stern sprach sie an, und fragte, warum sie so traurig aussah. Die Frau sah den kleinen Stern erstaunt an. Da sprach jemand mit ihr, dabei hatte seit Jahren niemand mehr mit ihr gesprochen. Sie wusste nicht, ob sie sich freuen oder angst haben sollte. Es war ihr so ungewohnt. Doch sie entschloss mit dem kleinen Stern zu sprechen. Sie erzählte ihm von einem sehr guten Freund, der vor Jahren weit weg gezogen war und sie nun ganz allein auf der Welt sei.

Der kleine Stern hörte ihr geduldig zu. Als die alte Dame mit Erzählen geendet hat, meinte der kleine Stern zu ihr: "Schauen sie am Abend zum Himmel hoch, da ganz oben werden sie einen ganz kleinen hellen Stern sehen. Ihr Freund, der so weit weg von ihnen ist, kann genau diesen kleinen Stern auch sehen...und so ist eine Verbindung da......ihr seid voneinander soweit entfernt und doch erfreut ihr euch an dem gleichen kleinen Stern"
Der alten Frau huschte ein Lächeln über das Gesicht. Sie erkannte die Verbindung, von dem der kleine Stern sprach und fand den Gedanken daran wunderschön und kraftvoll. Tief in Gedanken versunken ging sie weiter, doch ihr Gesicht wirkte entspannter und vom offener.

Der kleine Stern hatte erkannt, dass er Menschen helfen konnte indem er da war, doch er konnte nicht allen Menschen die Augen öffnen. Er hat jedoch gemerkt, dass es immer wieder einen Menschen geben wird, der die Kraft seines Lichts erkennen würde. Dies stimmt ihn freudig und er machte sich auf den Weg nach Hause.

Noch heute schaut die alte Frau in den Himmel empor, wenn sie merkt, dass die Traurigkeit sie übermahnt. Sie sieht da einen kleinen sehr hellen Stern und sie weiss, dass ihr Freund genau diesen Stern auch sehen kann, auch wenn sie soweit voneinander entfernt sind ...dies gibt ihr Kraft und lässt ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht erscheinen.
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Zum 2. Jahrestag - Mein JA für MICH

Ich stehe auf, freu mich darauf
Ich blieb mal liegen, doch das möchte ich nie wieder
Ich wusste nicht mehr wie,
verstand die Welt nicht mehr, war allein…  

Die Wirklichkeit die gab’s nicht mehr.
Alles war nur noch so leer.
Ich war allein, allein mit mir selbst
Zum Schweigen gezwungen, damals…heute nicht mehr.  

Ich blieb mal liegen, doch das möchte ich nie wieder.
Zum Leben zurück, weil da liegt mein Glück
Ich hab’s in meiner Hand,
genommen wurde mir viel,
doch heute ist etwas anderes mein Ziel. 

Zum Schweigen gezwungen,
damals, ….heute nicht mehr
Nehmen kann mir das niemand mehr.
Das Leben ist hier,
Wege gibt es viele und Steine noch mehr.
Doch jeder Stein allein, kann auch sehr wertvoll sein.
Überwundene Steine geben viel Kraft,
Ich war einst allein, allein mit mir selbst, doch heute nicht mehr.  

Sie nahmen mir viel, mein Leben auch fast….es war dunkelste Nacht.
Ein „Freund“ war bei mir, half mir zu gehen, sah zu, mir mein Leben zu nehm.
Ein Freund als Feind, er kannte mein Ziel, meine Verzweiflung noch mehr.
Er sah nur zu, unfassbar heut.
Ich lebe zum Glück, habs überlebt, doch Freund ist er heute nicht mehr.
Weit entfernt, so weit entfernt, gab es eine Hand, die mir half.  

Das Leben im Jetzt, schon vieles geschafft.
Heut schweig ich nicht mehr, geniesse den Sonnenschein sehr
Freu mich an Tagen des Lichts, auch wenn da noch viel Regen ist.
Doch Regen und Sonne, mein Symbol, mein Ich, ein Regenbogen der Gefühle
Ich bin zurück.  

Heut lebe ich, bin hier und jetzt, heut kann ich es sehn.
Das Schweigen gebrochen, Das Lachen in mir.
Das JA zum Leben, das JA zu mir.

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